01.05.2008
- Ankunft in Bremerhaven
Heute war es
soweit: Die erste Reise mit der "neuen" Alexander von
Humboldt stand kurz bevor. An der Columbuskaje in Bremerhaven
angekommen, erwartete uns eine prall gefüllte
Abfertigungshalle, Phoenixreisen sowie ein örtliches Reisebüro
hatten Infostände aufgebaut, überall hingen türkis-weiße
Luftballon-Sträuße an den Decken, auch
für Live-Musik war gesorgt.
Für mich ging
es jedoch als Erstes rauf auf die Aussichtsterasse. Schließlich
wollte ich das Schiff sehen, auf das wir nun so lange gewartet
hatten.
In der
Nachmittagssonne lag sie da, und ich musste feststellen, dass
sie in "phoenixtürkis" um Einiges besser aussieht als
zuvor, als sie noch als "Jules Verne" unterwegs war.
Der Umbau in der Werft hatte Ihr also offensichtlich gut getan, äußerlich machte sie einen flotten Eindruck.
Der Check-In
verlief wie immer zügig, Reiseunterlagen in der linken Hand,
Glas Sekt in der rechten ging es nach dem obligatorischen
Willkommens-Foto an Bord. Am Ende der Gangway erwartete uns
Kreuzfahrtdirektor Winfried Prinz, der uns freundlich begrüßte
und eine gute Reise wünschte.
Von einem
zuvorkommenden philippinischen Besatzungsmitglied zur Kabine
begleitet, staunte ich zuerst über den modernen Zustand der
Kabine. Wir hatten eine Innenkabine auf dem Orion-Deck gebucht,
direkt unter dem Tanz-Salon. Das Badezimmer war zwar sehr klein,
dafür aber das Zimmer an sich sehr geräumig. Was mir besonders
auffiel, war die Tatsache, dass die Matratzen sehr viel dicker
waren als auf den Schiffen, mit denen ich bisher gefahren war,
so dass einer seligen Nachtruhe schon mal nichts mehr im Wege
stand.. ;-)
Bei der
folgenden Rettungsübung merkte man, dass die Besatzung selbst
noch neu an Bord war und so manche Abläufe nicht eingespielt
waren. Nach dem namentlichen Abrufen der Passagiere im Tanzsalon
ging es mit den Rettungswesten bekleidet zu den Booten... bzw.
man VERSUCHTE den Weg und das jeweilige Boot zu finden. Dass
wir dabei mehrmals die Richtung änderten, der uns
führende Maitre nicht wirklich wusste, welches Rettungsboot nun
das richtige war, trug nicht unbedingt zu einem
Sicherheitsgefühl bei. Dennoch bin ich mir sicher, dass dies
schon bei der nächsten Fahrt besser und routinierter
abgewickelt wird.
Danach
ging es zügig auf Sonnendeck, um das Auslaufen zu beobachten.
Mit "What A Wonderful World" von Louis Armstrong und
lautem Getute machte sich die MS Alexander von Humboldt auf ihre
erste Reise, wir nahmen Kurs auf Amsterdam.
Dass das
Schiff längere Zeit nicht mehr gefahren war, merkte man sehr
schnell, denn bereits nach wenigen Metern Fahrt wurde der Himmel
über dem Achterdeck schwarz, und eine Vielzahl lustiger kleiner
schwarzer Russpartikel legte sich auf den hinteren Decks nieder.
Dies ist dann allerdings in dieser Stärke während der ganzen
weiteren Reise nicht wieder passiert.
Gekrönt wurde
der Tag von einem wunderbaren Abendessen im Restaurant
"Vier Jahreszeiten". Die helle, freundliche
Einrichtung des Restaurants, nette Tischnachbarn und ein
hervorragendes Essen ließen die Startschwierigkeiten vom
Nachmittag ganz schnell vergessen.
Und so freuten
wir uns auf die kommenden Tage...
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